Geheimsache Atomkraft: Weitere böse Überraschungen drohen
Zur Paraphierung des sogenannten Geheimvertrags zwischen der Bundesregierung
und den Atomkonzernen erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik
der bündnisgrünen Bundestagsfraktion:
Nach der heutigen Sitzung des Umweltausschusses ist klar: In der Atompolitik
müssen wir uns auf weitere böse Überraschungen gefasst machen. Trotz
mehrfacher Nachfragen verweigerte die Regierung Auskunft darüber, ob es
neben dem sogenannten Geheimvertrag vom 6. September weitere Nebenabsprachen
zwischen ihr und den Stromkonzernen gibt. Zugleich haben weder
Umweltministerium noch Kanzleramt noch Finanzministerium Nebenabsprachen zu
den Laufzeitverlängerungen verneint.
Ebenfalls unklar blieb, welche Sicherheitsanalyse die Grundlage für die
Annahmen zur AKW-Nachrüstung bildete und wie die willkürliche Grenze von 500
Millionen Euro pro AKW festgelegt wurde. Es kam jedoch heraus, dass
Einnahmen aus dem Fonds sich nicht nur durch Sicherheitsanforderungen
reduzieren können, sondern auch durch steigende Entsorgungskosten. Damit ist
der Fonds eine Luftbuchung, denn entweder gibt es Geld für die Erneuerbaren
oder Sicherheit bei den AKW.
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen |