Aufschub Brennelementesteuer: Bankrotterklärung der Regierung
Zur Meldung, die Regierung wolle ihre für Anfang September geplante
Entscheidung über die Einführung einer Brennelementesteuer verschieben,
erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik der bündnisgrünen
Bundestagsfraktion:
Mit der Verschiebung ihrer Entscheidung über die Brennelementesteuer gibt
die Bundesregierung eine Bankrotterklärung ab. Offensichtlich ist sie der
Macht der Energiekonzerne nicht mehr gewachsen.
Deren Einfluss hat mittlerweile ein schon obszönes Ausmaß erreicht. Umso
wichtiger ist es, den Atomausstieg konsequent fortzusetzen. Nur so wird es
gelingen, ihren Einfluss und ihre Vormachtstellung auf dem Strommarkt zu
reduzieren. Die Regierung wäre gut beraten, die Geheimverhandlungen mit den
AKW-Betreibern endlich abzubrechen. Mit jedem neuen Zugeständnis verliert
sie weiter an Glaubwürdigkeit.
Noch vor der Sommerpause hatte der gesamte Bundestag in seltener
Einmütigkeit befunden, dass die Einführung einer Brennelementesteuer richtig
und notwendig sei. Doch nun deutet alles darauf hin, dass es den
Energiekonzernen dank der Hörigkeit und Ohnmacht einer schwarz-gelben
Regierung gelingen wird, sich über den Willen des Volkes einfach
hinwegzusetzen.
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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